Sommerstauden

Botanik

In der Gruppe der Sommerstauden finden sich sehr viele unterschiedliche Gattungen und Arten. Eine für den Kunden sinnvolle Ordnung lässt sich an den Lichtbedingungen der einzelnen Stauden ableiten.

Stauden für sonnige Standorte

Herbstannemonen

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Bot. Name Annemone hupehensis, Annemone u japonica
Bodenanspruch Boden leicht feucht halten, normal düngen.
Aussehen Pflanzenhöhe je nach Sorte zwischen 15 und 100 cm, Wuchs meist buschig ausser Blütenfarbe von weiß über rosa bis hin zu einem hellen blau, Boden leicht feucht halten, normal düngen.
Blütezeit August- Oktober

(Kissen-)Astern

Aster novi-belgii

Bot. Name Aster novi-belgii, Aster novi-angliae
Bodenanspruch Boden leicht feucht halten, normal düngen
Aussehen Horstartig und aufrechter Wuchs, Büte mit Strahlenartigen Blütenblättern in magenta bis lilablau. Pflanzenhöhe sorten- und artabhängig, 100-140 cm.
Blütezeit August bis Oktober

Fettehenne

Sedum spec.

Bot. Name Sedum alba, S. cauticola, S. floriferum, S. u spectabile, S. spurinum, S. u telephium
Bodenanspruch Geringe Bodenansprüche, trocken bis leicht feucht
Aussehen Dickblattgewächs, das meist bodendeckend wächst. Blütenfarben von weiß über gelb bis intensiv rot, Pflanzenhöhe von 5-50cm, je nach Art und Sorte
Blütezeit Juli-Oktober

Lavendel

Lavandula angustifolia 'Hidcote Blue'

Bot. Name Lavandula angustifolia
Bodenanspruch Bevorzugt einen durchlässigen, luftigen, auch steinigen Boden. Nicht zu nass halten.
Aussehen Vieltriebiger, kissenförmiger Zwergstrauch. Blaue Blüten, intensiv duftend. Ungefähre Höhe 30cm
Blütezeit Juli-September

Mädchenauge

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Bot. Name Coreopsis grandiflora, C. lanceolata, C. verticilata
Bodenanspruch Nährstoffreicher Boden, feucht halten
Aussehen Horstartiger nicht verholzender Kleinbusch, Blütenstiele straff aufrecht, Blütenfarbe überwiegend gelb, selten auch rötlichbraun, oft auch zweifarbige Blütenblätter
Blütezeit Juni bis August

Nelke

Dianthus chinensis

Bot. Name Dianthus chinensis und andere
Bodenanspruch Durchlässiger Boden bevorzugt, leicht feucht halten
Aussehen Polsterförmiger Wuchs, einzelne Triebe meist straff aufrecht. Blüte mit sternförmigem Aussehen. Blütenfarbe von weiß über rosa bis rot.
Blütezeit Juni – August

Staudenlobelie

Lobelia speciosa

Bot. Name Lobelia speciosa, Lobelia splendens
Bodenanspruch Nährstoffreicher, feuchter Boden
Aussehen Horstartiger und straff aufrechter Wuchs. Asymmetrisch aufgebaute Blüten in rot bis pink. Höhe bis 100cm.
Blütezeit August September

Sonnenhut

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Bot. Name Echinacea purpurea, Rudbeckia fulgida var. sullivantii
Bodenanspruch Nährstoffreicher Boden. Gut feucht halten, zwischendurch abtrocknen lassen
Aussehen Horstiger, breiter Busch mit straff aufrechten, verzweigten Trieben. Sternförmige Blüte. Blütenfarbe E. purpurea: grünlich bis weiß und rot, R. fulgida gelb mit schwarzbrauner, aufgewölbter Mittelscheibe
Blütezeit Juli – September

Stauden für halbschattige Standorte

Glockenblume

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Bot. Name Campanula capartica, C. portenschlagiana, C. porschaskyana
Bodenanspruch Durchlässiger Boden, feucht halten
Aussehen Pflanzenaufbau von kissenartig bis bodendeckend und überhängend, Blütenfarben von weiß bis lilablau.
Blütezeit Juni bis August

 

Purpurglöckchen

Heuchera spec.

Bot. Name Heuchera Cultivars
Bodenanspruch Durchlässiger, aber nährstoffreicher Boden, feucht halten
Aussehen Kissenförmig und horstig, Stengel aufrecht, Blüte oft eher unscheinbar, steht aber hoch über der Pflanze
Blütezeit Juni – August

Fingerhut

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Bot. Name Digitalis purpurea
Bodenanspruch Bevorzugt einen lockeren, humosen, leicht feuchten Boden
Aussehen Aufrechte, beblätterte Blütenstengel. Große, einem Fingerhut ähnelnde Kelchblüten. Blütenfarbe von weiß bis rosarot.
Blütezeit Juni – Juli

Johanniskraut

Hypericum spec.

Bot. Name Hypericum calycinum, H. polyphyllum
Bodenanspruch Durchlässiger, lockerer Boden bevorzugt, leicht feucht halten
Aussehen Breitbuschiger Pflanzenaufbau, Triebe bogig aufrecht, vorwiegend gelb blühend, Zahlreiche Blüten mit fünf freistehenden Blütenblättern
Blütezeit Juli – September

 

Stauden für schattige Standorte

Herzblattlilie

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Bot. Name Hosta u fortunei, H. lancifolia, H. sieboldiana, H. undulata
Bodenanspruch Humoser, feuchter Boden bevorzugt. Normal düngen.
Aussehen Horstiger, flachbuschiges Aussehen, vorrangiger Schmuck sind die vielen unterschiedlichen Laubfarben und –strukturen, Blüten meist in Trauben, hoch über dem Laub stehend, Höhe des Laubes etwa 25 – 60 cm, Blütenstände ca 10 – 20 cm darüber
Blütezeit

Garten-Bergenie, Garten-Riesensteinbrech

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Bot. Name Bergenia cordifolia
Bodenanspruch Lockerer, auch leicht steiniger Boden, leicht feucht halten
Aussehen Breit ausladender Wuchs, Weiße Blütenstände an fleischigen, roten Stengeln, glänzendes, dunkelgrünes Laub
Blütezeit April – Juli

Pflanzung & Pflege

Vor der Pflanzung von Stauden sollte man sich immer überlegen, an welchen Standort sie passt. Die volle Pracht entwickeln besonders Stauden nur dort, wo ihre Lichtansprüche erfüllt werden.

Bei der Pflanzung muss zunächst das Pflanzloch vorbereitet werden. Mit einem Spaten oder einer Pflanzschaufel wird ein Loch ausgehoben, das etwa anderthalbmal die Ausmaße des Pflanztopfs hat. So kann man das Pflanzloch mit einer guten Blumenerde (Wir empfehlen für die meisten Stauden unsere Profierde „Substrat“ von Hawita) bis auf die Höhe des Pflanztopfes auffüllen und die Staude bequem darin einpflanzen. Bei Stauden mit einem höheren Düngerbedarf (Wie zum Beispiel das Mädchenauge Coreopsis) kann man in das Substrat gleich Hornspäne oder einen Langzeitdünger nach Verpackungsempfehlung einmischen. Nun kann die Staude gewässert werden, danach wird der Pflanztopf entfernt. Nun wird die Staude in das vorbereitete Pflanzloch eingesetzt und mit der Pflanzerde umfüllt, diese kann nun gut angedrückt werden. Nun sollte die frisch gepflanzte Staude kräftig angegossen werden. Dabei ist es sinnvoll, auch die Gartenerde rund um den Wurzelballen der Pflanzen zu wässern, damit zwischen Wurzelballen und Pflanzerde keine Hohlräume zurückbleiben.

Gedüngt werden sollte eine Staude mit hohem Düngerbedarf, die in gedüngte Erde eingepflanzt wurde, erst nachdem sich der Langzeitdünger oder die Hornspäne verbraucht sind. Dann kann sie, ganz normal wie jede andere Beetpflanze, mit einem Volldünger nach Verpackungsempfehlung gedüngt werden. Stauden mit geringem Düngerbedarf (wie z.B. Lavendel) müssen nur jedes zweite bis dritte Mal mitgedüngt werden.

Geht die Blütezeit der Stauden zu Ende, sollten sie zurückgeschnitten werden. Die Pflanzen ziehen sich dann zumeist zurück in unterirdische Pflanzenteile. Die verbräunenden oberirdischen Teile können dann etwa eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. Vor dem ersten Frost sollten empfindliche Arten (wie z.B. Lavendel) mit einer dünnen Schicht aus Herbstlaub und darauf Rindenmulch oder Fichtenzweigen gegen starken Frost geschützt werden.